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Ratgeber

Maurer, Betonbauer, Tiefbauer: die Bauberufe im Vergleich

Was die häufigsten Berufe auf der Baustelle unterscheidet und wie die Stufenausbildung funktioniert.

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Hochbau und Tiefbau

Im Hochbau entstehen Gebäude: Wände, Decken, Treppen, Fundamente. Im Tiefbau geht es um alles unter und an der Erdoberfläche, also Straßen, Kanäle, Leitungen und Gleise. Die Stellen auf dieser Seite verteilen sich auf beide Bereiche. Für den Hochbau gilt seit dem 1. August 2026 eine neue Ausbildungsverordnung für die Hochbauberufe, für den Tiefbau eine eigene Verordnung für die Tiefbauberufe.

Die Berufe im Überblick

BerufDauerKernaufgaben
Maurer3 JahreMauerwerk, Rohbau, Sanierung
Beton- und Stahlbetonbauer3 JahreSchalung, Bewehrung, Betonieren
Hochbaufacharbeiter2 JahreGrundlagen des Rohbaus
Tiefbaufacharbeiter2 JahreErdarbeiten, Leitungen, Pflaster
Straßenbauer, Kanalbauer3 JahreVerkehrswege, Entwässerung

Maurer errichten Mauerwerk, setzen Fertigteile und arbeiten auch in Sanierung und Umbau. Beton- und Stahlbetonbauer bauen Schalungen, verlegen Bewehrung und betonieren Bauteile, oft auf Großbaustellen oder im Fertigteilwerk. Tiefbaufacharbeiter verlegen Rohre und Kabel, stellen Baugruben her und pflastern Flächen.

Welche Baustelle zu dir passt

Große Baustellen bedeuten meist feste Kolonnen, klare Abläufe und viel Beton. In kleinen Betrieben arbeitest du vielseitiger, oft auch in Sanierung und Umbau. Tiefbau heißt viel Arbeit im Freien mit Maschinen, häufig auf wechselnden Baustellen entlang von Straßen und Leitungen. Frag im Gespräch, wie weit die Baustellen typischerweise entfernt sind und wie der Weg dorthin organisiert ist.

Tätigkeiten jenseits der drei Berufe

Auf dieser Seite stehen auch Stellen für Architektinnen im Hochbau, Bauleiter und Außendienst im Bauhandel. Sie sind für Menschen gedacht, die die Baustelle kennen und in Planung, Leitung oder Vertrieb wechseln wollen. Eine abgeschlossene Bauausbildung ist dafür oft ein guter Hintergrund, manchmal kombiniert mit Techniker oder Studium.

Stufenausbildung

Die Bauberufe sind aufeinander abgestimmt. Wer den zweijährigen Abschluss als Hochbau- oder Tiefbaufacharbeiter hat, kann sich die Ausbildungszeit auf einen der dreijährigen Berufe anrechnen lassen und wird von Teil 1 der Prüfung befreit. Umgekehrt gilt: Wer die Prüfung zum Maurer, Beton- und Stahlbetonbauer, Straßenbauer oder Kanalbauer nicht besteht, kann unter bestimmten Bedingungen den zweijährigen Abschluss erhalten.

Typische Arbeitgeber sind regionale Bauunternehmen, große Baukonzerne, Bahnbaufirmen und Hersteller von Betonfertigteilen. Daneben suchen Personaldienstleister Baufacharbeiter für wechselnde Einsätze. Leitende Rollen wie Polier oder Bauleitung setzen Berufserfahrung und meist eine Weiterbildung oder ein Studium voraus.

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